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Geschichte des Goethe -Gymnasiums – ein Überblick

 Geschichte GGL

   Zeichnung von Ilse Paret

 

1851 Gründung einer privaten Töchterbildungsanstalt in Ludwigsburg

1856 Die Töchterbildungsanstalt  fusioniert mit dem Föhr'schen Töchterinstitut.

02.01.1878
Das Föhr'sche Töchterinstitut zieht in das Mathildenstift an der heutigen Mathildenstraße ein.
1829 auf Initiative der Witwe König Friedrichs, Mathilde, erbaut, wird das nach ihr benannte Stift bis 1876 als Heim für bedürftige Kinder genutzt.

01.05.1882
Die Stadt Ludwigsburg übernimmt das Föhr'sche Institut, die städtische Höhere Mädchenschule entsteht. Damit wird die Töchterbildungsanstalt eine öffentliche Schule.


Dieses Datum ist somit die Geburtsstunde des Goethe-Gymnasiums.

Zeitgenössisches Klassenzimmer

  Zeichnung von Ilse Paret

 

In den nun  folgenden Jahrzehnten  bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt sich, dass das Mathildenstift als Schulhaus nur sehr begrenzt geeignet ist.

Der Bau ist instabil, die Räume sind für Klassenzimmer zu klein, das Springen und  Laufen in den Pausen sowie rhythmische Bewegungen von Gruppen sind untersagt.

Pläne für einen Neubau vor dem Ersten  Weltkrieg scheitern.

 

Bis zum  Ende des Zweiten Weltkriegs

Schulleitungen

Bis 1903 Edmund Stockmayer

bis 1928  StD Eugen Seeger.

1928 – 1937  Dr. Elisabeth Kranz 

bis 1942  Dr. Wilhelm Schick.

Während der weiteren Kriegsjahre wird die Schule stellvertretend von StR Dr. A. Hagmann geleitet.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wird Schulleiterin Dr. Elisabeth Kranz, die seit 1912 an der Höheren Mädchenschule unterrichtet hat, wegen ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Naziregime und seinem Gedankengut mehrfach denunziert.

Sie lässt sich daher 1937 mit 49 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand versetzen, nachdem sie schon 1933 ihrer hochgeschätzten Kollegin Jenny Heymann, die jüdische Glaubens war, die Entlassungsurkunde hat überreichen müssen.

Es bedurfte langer Überredung, bevor Frau Dr. Kranz 1945 das Amt Schulleiterin wieder übernahm.

Wie kommt das GGL zu seinem Namen?

Im Oktober 1945 berichtet Frau Dr. Kranz an die vorgesetzte Behörde in Stuttgart, auf Anordnung der Alliierten Militärregierung sei „der Oberschule für Mädchen der Name 'Goethe-Schule' beigelegt worden. Ich bitte nachträglich um die Genehmigung, diesen Namen führen  zu dürfen.“

Im Ministerium ist man zuerst sehr erbost („Sehr hoch gegriffen!“), gibt es doch keinen historischen Bezug Goethes zu Ludwigsburg. 1945 jedoch ist der Wunsch der Militärregierung Befehl.

1949 Die Partnerschaft mit der North London Collegiate School wird begründet, deren Schüleraustausch heute noch besteht.

Zusammen mit der mittlerweile in England lebenden Jenny Heymann sorgt Dr. Elisabeth Kranz dafür, dass sehr früh mutige Schritte in Richtung auf eine Versöhnung innerhalb Europas getan werden.

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North London Collegiate School

Historisches Hauptgebäude der North London Collegiate School

Weiteres zur Geschichte des Schüleraustausch 

26.10.1950 Grundsteinlegung für das heutige Gebäude an der Seestraße

Grundsteinlegung

Architekt Eichert und OB Dr. Elmar Doch bei der Grundsteinlegung

 

07. 10. 1952 Einweihung des Hauptgebäude
Anfänglich befindet sich in der heutigen Aula ein Brunnen.
Der Sportunterricht findet bis zum Bau der „Goethe-Hallen“ im Dachgeschoss statt.

Neuer Gebäudeteil

Das 1958 hochmoderne Gebäude des GGL

 

1957 Der Trakt entlang der Allenstraße und die Turnhallen kommen hinzu.

Schulleitungen nach dem Zweiten Weltkrieg

1945 – 1950                 Dr. Elisabeth Kranz

1951 - 1970                  Dr. Isolde Sapper

1970 - 1991                  Ursula Bontz

1991 - 2008                  Dr. Joachim Richter

Seit 2008                      Wolfgang Medinger

 

1958 Gründung des „Vereins der Freunde und Ehemaligen“;
im  inneren  Schulhof wird der Brunnen mit der von einer Schülerin entworfenen Skulptur gebaut.

1968 Latein beginnend mit Klasse 5 wird angeboten.

1970 Wie die meisten anderen württembergischen Gymnasien wird das Goethe-Gymnasium koedukativ.

1972 Der Musikzug wird gegründet.

1979 Die ersten (männlichen) Abiturienten verlassen  das GGL.

2007 Das Goethe-Gymnasium feiert sein 125jähriges Jubiläum.

2011 Französisch bilingual (AbiBac) wird eingeführt;  ab 2014  kann Italienisch als dritte Fremdsprache (Kl. 8) gewählt werden.

2013  Mittlerweile ist der Erhaltungszustand des grundsoliden Gebäudes so schlecht, dass nach mehreren Verschiebungen die notwendige Generalsanierung wohl 2015 / 2016 beginnen wird.

 

Wolfgang Medinger