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Italienisch am Goethe-Gymnasium ab Klasse 8

Italienisch ist Hauptfach und wird vier Stunden pro Woche unterrichtet. Die Wahl für Italienisch als Profilfach ab der 8. Klasse ist für drei Schuljahre, also bis einschließlich der 10. Klasse, verbindlich. Während dieser Zeit arbeiten wir in erster Linie mit dem neuen Lehrwerk „In Piazza“ (C.C. Buchner Verlag). Anschließend ist es möglich Italienisch in der Oberstufe weiterzuführen und als Abiturfach zu wählen. Für die 10. Klasse planen wir einen Italienaustausch, ebenso wie die Möglichkeit an einem Sprachzertifikatskurs für das Niveau B1 teilzunehmen.

 

 

 

 

Le monete euro italiane

 

TRA LUDWIGSBURG E MILANO

   – un’intervista con Valerie Kolepke, 10c

 

Buongiorno Valerie! Tu sei alunna della 10a C del Goethe-Gymnasium e vivi qui a Ludwigsburg, ma non sei sempre andata a scuola in Germania, giusto?

Esatto. Ho fatto l’asilo e i primi due anni delle elementari qui in Germania. Poi i miei (mio padre tedesco, mia madre invece italiana) si sono separati ed io e mia madre ci siamo trasferite a Milano. Li ho frequentato la DSM (Deutsche Schule Mailand, www.dsmailand.it) fino all’ottava, dopodiché siamo ritornate a Ludwigsburg, dove ho ripreso frequentando la 9 a.

Qual è stato il cambiamento più difficile per te quando ti sei trasferita da Milano a Ludwigsburg?

Sicuramente il clima e la mentalità, ma anche la scuola.

A scuola è stato più difficile dal punto di vista linguistico poiché, trovandoci in Germania, è richiesta una competenza linguistica da madrelingua. Alla DSM invece, essendoci tanti ragazzi italiani con una competenza del tedesco comunque non altissima, in alcune materie studiate in tedesco, come ad esempio fisica, il livello era più basso.

Raccontaci un po’ com’è stata la tua vita nella metropoli Milano rispetto a quella qui a Ludwigsburg.

La vita a Milano è stata completamente diversa: molto interessante, vivace, movimentata. Milano è una città con molti contrasti, come quello tra ricchi e poveri. La mia scuola era in centro per cui io ci mettevo 40 minuti per arrivarci con i mezzi. In generale si può dire che la gente (anche i ragazzi) tengono molto alla moda e all’aspetto fisico. Le ferie poi le passavo sempre a Roma, dove la mentalità è molto diversa da quella del nord. La mia vita a Ludwigsburg è più tranquilla. E’ basata sulla scuola ed i suoi risultati ed i ragazzi sono più silenziosi. A Milano c’era più confusione, li sono più scherzosi.

Hai avuto delle sorprese positive qui a scuola?

Sì, ho notato per esempio che è più semplice conoscere ragazzi di altre scuole. A Milano si stava solo con quelli della DSM.

Come fai a tenere i contatti con gli amici italiani?

Attraverso il telefono, sms, WhatsApp, facebook. Poi appena c’è una piccola vacanza vado a Milano dai nonni e rivedo i miei amici.

Secondo te quali sono i vantaggi che puoi trarre dalla tua esperienza interculturale?

Sicuramente ho sviluppato un’altra immagine della Germania, ma anche dell’Italia. Avendo vissuto in entrambi i paesi ne ho conosciuto le differenze, le particolarità, i vantaggi e gli svantaggi. Oggi potrei tranquillamente vivere in entrambi i paesi, anche se in un certo senso sono complementari. Da un lato gli italiani, che dal punto di vista della mentalità sono più chiusi: per esempio per quanto riguarda l’omosessualità. Nello stesso tempo sono molto socievoli, amano la vita in famiglia e con gli amici e scherzano sempre. Dall’altro lato i tedeschi, che hanno una visione del mondo più ampia e s’interessano di più di argomenti come l’economia e la politica. Il sistema scolastico italiano è molto diverso da quello tedesco. Qui le opinioni diverse sono più accettate, si è più tolleranti.

Che cosa ti piacerebbe fare da grande?

Intanto vorrei diplomarmi qui al Goethe-Gymnasium, poi mi piacerebbe fare un lavoro internazionale che mi porti a viaggiare molto.

Dovendo scegliere dove vivere da grande, sceglieresti l’Italia o la Germania?

Dal punto di vista sociale e climatico sceglierei sicuramente l’Italia, ma dal punto di vista economico e lavorativo la Germania. In Italia le prospettive di formazione professionale e di lavoro sono attualmente molto scarse.

Grazie Valerie per questa intervista!


Guten Morgen Valerie! Du bist Schülerin des Goethe-Gymnasiums, besuchst die Klasse 10c und wohnst hier in Ludwigsburg. Aber du bist nicht immer in Deutschland zur Schule gegangen, richtig?

Das stimmt. Ich habe den Kindergarten und die ersten beiden Jahre der Grundschule hier in Deutschland besucht. Als sich meine Eltern getrennt haben (mein Vater Deutscher, meine Mutter Italienerin), sind meine Mutter und ich nach Mailand umgezogen. Dort bin ich bis zur 8. Klasse auf die DSM (Deutsche Schule Mailand, www.dsmailand.it) gegangen, anschließend sind wir nach Ludwigsburg zurückgekommen, wo ich seit der 9. Klasse das Goethe-Gymnasium besuche.

Was hat sich für dich am meisten verändert, als du von Mailand nach Ludwigsburg umgezogen bist?

Auf jeden Fall das Klima und die Mentalität, aber auch die Schule.

Die Schule ist schon wegen der Sprache schwerer geworden, da natürlich hier in Deutschland muttersprachliche Deutschkenntnisse erwartet werden. Auf der DSM gab es viele Kinder und Jugendliche aus italienischen Familien, für die die DSM eine gute Privatschule war und die aber nicht unbedingt ausgezeichnet Deutsch konnten. In einigen Fächern, die auf Deutsch unterrichtet wurden, wie zum Beispiel Physik, war das Niveau insgesamt niedriger.

Erzähl uns in bisschen aus deinem Leben in der Metropole Mailand im Vergleich zu deinem Leben hier in Ludwigsburg.

Das Leben in Mailand war komplett anders: sehr interessant, lebhaft und bewegt. Mailand ist eine Stadt mit vielen Gegensätzen, wie z.B. der zwischen arm und reich. Meine Schule war in der Innenstadt, weswegen ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 40 Minuten unterwegs war. Allgemein kann ich sagen, dass die Leute viel größeren Wert auf Mode und auf ihr Äußeres legen. Die Ferien habe ich immer in Rom verbracht, wo die Mentalität wieder ganz anders ist, als in Norditalien. Mein Leben hier in Ludwigsburg ist ruhiger. Es dreht sich hauptsächlich um die Schule, um Noten. Die Jugendlichen sind stiller. In Mailand war immer etwas los, es gab immer etwas zum Lachen.

Hattest du positive Überraschungen hier in der Schule?

Ja, ich habe bemerkt, dass es einfacher ist, Jugendliche auch aus anderen Schulen kennenzulernen. In Mailand war man immer nur mit denen von der DSM zusammen.

Wie hältst du den Kontakt mit deinen italienischen Freunden?

Per Telefon, sms, WhatsApp, facebook. Sobald auch nur kurze Ferien anstehen, fahre ich nach Mailand zu meinen Großeltern und sehe auch meine Freunde wieder.

Welche Vorteile hast du durch deine interkulturellen Erfahrungen?

Mit Sicherheit habe ich ein anderes Bild von Deutschland bekommen, aber auch von Italien. Dadurch, dass ich in beiden Ländern gelebt habe, habe ich die Unterschiede, Besonderheiten, Vorteile und Nachteile sowohl von Deutschland als auch von Italien kennengelernt. Heute könnte ich ohne größere Probleme in beiden Ländern leben, obwohl sie in gewisser Weise ziemlich gegensätzlich sind. Auf der einen Seite die Italiener, die von ihrer Mentalität her verschlossener sind, z.B. wenn es um das Thema Homosexualität geht. Gleichzeitig sind sie sehr gesellig, lieben das Leben mit der Familie und den Freunden-und sind immer zum Scherzen aufgelegt. Auf der anderen Seite die Deutschen, die einen weiteren Horizont haben, mehr über den Tellerrand schauen und vielseitig interessieren, z.B. für Themen wie Wirtschaft und Politik. Das italienische Schulsystem unterscheidet sich sehr von dem deutschen. Andere Meinungen sind hier viel akzeptierter, man ist insgesamt toleranter.

Was möchtest du gerne machen, wenn du groß bist?

Erstmal möchte ich hier am Goethe-Gymnasium mein Abitur machen. Später möchte ich auf jeden Fall einen internationalen Beruf, in dem ich viel Reisen kann…

Wenn du aussuchen könntest, wo du einmal leben möchtest, würdest du dich für Italien oder für Deutschland entscheiden?

Unter sozialen und klimatischen Gesichtpunkten würde ich mich bestimmt für Italien entscheiden, unter wirtschaftlichen und beruflichen für Deutschland. In Italien sind die Berufsaussichten im Moment sehr schlecht.

Vielen Dank Valerie für dieses Interview!

                                                              aus dem Italienischen übersetzt von J. Bruno


Bericht zum Italienaustausch 2016

Corso di lingua e cultura italiana